
Radltour nach Spitzing 2011
12.07.2011- Auch in diesem Jahr, genau genommen vom 09.- 10. Juli, fand die Radltour nach Spitzing statt. Dieses Jahr gab es ziemlich viele Teilnehmer, hier einmal alle aufgelistet: Da war einmal die Familie Hörnlein mit Lucas, Fabian, Gabi (unser Taxi für die Kleinen und das Gepäck) und Rainer, dann die Familie Dey, bestehend aus Susi, Mischa, Jitka und Franz sowie Familie Kraft mit Micaela und Günter. Familie Bayer, vertreten von Flo und Manni, waren wie immer mit von der Partie, sowie Jannik, Christina, Walter, Alina, Viola (allerdings nur als seelische Unterstützung im Bus, wegen eines gebrochenen Arms), Anna-Lena, Dieter, Joe, Julius, Sebastian, sowie unsere Besucher, die am Abend zum Grillen dazu kamen.
Samstagmorgen: Für alle sportlichen Bestreiter der diesjährigen Fahrradtour hieß es früh aufstehen und zum Lidl- Parkplatz in Neuaubing radln, denn dort trafen wir uns bereits um 7:30 Uhr. Das Wetter war perfekt, nur ein paar vereinzelte Wolken, Sonne und nicht zu heiß. Um ca. 8 Uhr war es dann so weit, es hatten sich alle Teilnehmer zusammengefunden und ehe man sich versehen konnte hieß es: „Alle Man aufsitzen und los geht’s!“ (Zitat Walter). Das ließ sich keiner zweimal sagen, innerhalb von Sekunden sind alle auf ihre Fahrräder gestiegen und losgedüst.
Unser erster Halt war in Grünwald. Bis dahin sind alle mit Leichtigkeit gekommen, jedoch wurden unsere „Kleinen“ mit dem Vereinsbus (gefahren von Gabi) transportiert, da der Weg durch die „Stadt“ nicht gerade angemessen für die Kidis war. Angekommen in Grünwald sind sie schon voller Eifer aus dem Bus gesprungen und haben sich ihre Räder geschnappt. Alle, die bis dorthin mit dem Fahrrad gefahren sind haben jedoch erst mal eine kleine Pause gemacht, etwas getrunken und ein kleines Häppchen gegessen. Danach ging’s dann auch gleich weiter, geradewegs Richtung Mittagspause mit nur noch einen kleinen Zwischenstopp in einem kleinen „Nest“ mit Kirche. Dort wurden dann zwei der Mädels, Alina und Christina, eingeladen, da beide schon ziemlich kaputt waren, was nach ca. 40 km auch kein Wunder war.
Mittagspause: Wir wurden alle herzlich von den Mädels empfangen, die mit dem Vereinsbus natürlich schneller waren, als wir mit Rad. Das Essen dort war wie immer lecker und alle konnten genug ausruhen um den zweiten Teil der Tagesstrecke zu bewältigen.
Nach dem Mittagessen wieder aufs Fahrrad zu steigen und weiter zu radln ist für manche eine echte Qual gewesen, vor allem wenn man wusste, dass man noch etwa die Hälfte des Weges vor sich hat. Doch wir sind ziemlich schnell bis zum nächsten Stopp des Busses gekommen und dann auch gleich weiter bis zum Fuße des Valepp. D.h. es fehlte nur noch der Berg, bis hinauf zur Monialm und der Rest des Valepp’s, dann hatten wir es geschafft. Die zwei Mädels und unsere Kidis hatten sich mal wieder davor „gedrückt“ und wurden mit dem Bus bis zur Spitzinghüttn raufkutschiert. Aber sie hatten es sich auch verdient, denn nicht jeder fährt mal so einfach 100 km am Tag. Ca. 1,5 Std. später kamen dann auch die letzten der tapferen Radler an, die sich an das Valepp gewagt hatten. Die Kids und Kidis hatten jetzt nur noch eins im Kopf: Taschen ins Zimmer werfen, Badesachen schnappen und ab in den See. Gesagt, getan. Nach nicht mal mehr 10 Minuten waren sie unten am See und hatten eine Menge Spaß. Klitschnass aber wieder putzmunter sind alle nach der schönen Erfrischung wieder zur Hütt’n zurückgekehrt, wobei nicht jeder einen Bikini oder eine Badehose hatte und den Sprung in den See auch mit normaler Hose und Shirt gewagt hatte.
Samstagabend: Am Abend haben alle zusammen, auch die Gäste die dazu
kamen, gegrillt. Das Essen konnte nach so einem anstrengenden Tag gar nicht besser schmecken, die Stimmung war klasse und allen ging es wieder gut. Die Erwachsenen saßen noch bis spät am Abend unten und ratschten, die Kids und Kidis verzogen sich nach oben, und hatten noch den halben Abend zusammen Spaß.
Sonntagmorgen: Klingelingeling!!!!!! Der Wecker holte uns alle um 7 Uhr aus den Federn, denn es war Zeit aufzustehen, zu frühstücken und alles wieder zusammen zu packen. Das stärkende Frühstück war wirklich notwendig, denn als wir zum Fenster raus sahen, hingen dort ein paar dicke Wolken am Himmel, es sah nach Regen aus.
Abfahrt: Die Hütt‘n war nun wieder sauber und aufgeräumt, alle versammelten sich mit ihren Rädern draußen. Regenjacke durfte bei niemandem fehlen, denn beim bergabfahren in der Früh konnte es ziemlich frostig werden. Außerdem hatte es ein wenig getröpfelt, es war also Vorsicht geboten beim Bergabfahren. Schließlich sollte sich ja niemand verletzten. Doch es lief alles bestens. Nach dem Valepp ging es am Tegernsee entlang bis nach Finsterwald. Doch der Weg, der anfangs wirklich schön zu fahren war, wurde die letzten 2 km zu einem einzigen Slalomparcours, da dort ein Triathlon um den See veranstaltet wurde und wir, wohlgemerkt ca. 20 Radler, hintereinander fahren und den vielen Läufern ausweichen mussten. Wir haben es aber geschafft keinen zusammen zu fahren und konnten, als wir dann am Parkplatz an kamen, eine kleine, entspannte Trinkpause beim Vereinsbus genießen, der dort auf uns wartete. Die Kleinen sind mit dem Bus bis dorthin gefahren worden, deswegen sind sie, sobald wir angekommen waren, gleich mit einem Trainer losgeradelt, damit sie genug Vorsprung hatten. Eins der Mädels ist auf dem Parkplatz dann von Fahrrad aufs Auto umgestiegen, da es ihr nicht sonderlich gut ging.
Die Großen sind auch schon bald wieder aufgebrochen, weiter über einen Weg durch den Wald, immer schön bergab, bis auf einen kleinen aber gemeinen Anstieg. Oben angekommen mussten alle erst einmal verschnaufen.
Die Mittagspause war nun schon näher gerückt. Es ging nur noch einen Schotterweg nach unten, weiter auf einer Straße, einen kleinen Berg hinauf und dann kam auch schon die Wirtschaft in unser Blickfeld. Die Kids (Kidis ebenfalls) seufzten erleichtert auf, da jedem von ihnen schon mindestens ein Glied ihres Körpers schmerzte. Es gab wieder leckeres Mittagessen, das uns stärkte und eine entspannte, wie immer wohl verdiente, Pause. Aber auch eine Pause hat ihr Ende. So schwangen wir uns alle wieder auf die Räder, jedoch nicht los ohne ein schönes Gruppenfoto gemacht zu haben.
Schon bald kamen wir nach Ascholding, immer weiter Richtung Heimat. Wir trafen uns noch einmal mit dem Bus um auch auf die Kleineren zu warten, dann ging’s weiter Richtung Isar. Der Weg an der Isar entlang war einfach traumhaft. Es war kaum etwas los, der Weg durch den Wald, nahe der Isar, und dann auch direkt daneben war wundervoll zu fahren (Durchschnittstempo 30 km/h bei den Kids!!! ). Leider sind wir, meiner Meinung nach viel zu schnell, schon bald am Fuß des Hohen Schäftlarn, ein langer Anstieg den wir noch überwinden mussten, angekommen. Die Tour neigte sich also bereits dem Ende zu.
Den Schäftlarner-Berg haben alle mit Bravur gemeistert und von da an ging es bis nach Hause gemütlich geradeaus mit nur ein paar kleinen Steigungen und noch
mehreren Hügeln, die wir hinunter brausen konnten. Durch den Forstenrieder Park haben wir noch einmal Tempo zugelegt. Auf den letzten Metern erwischte uns leider der Regen, doch die Stimmung war immer noch die Gleiche. Es machte einfach zu viel Spaß um daran zu denken, dass man gerade nass wurde. Am Ende der Tour, jeder konnte das Lidl-Schild schon sehen, fuhren wir mit gemischten Gefühlen auf den Parkplatz. Einerseits erleichtert, es „überstanden“ zu haben, andererseits auch ein bisschen traurig, dass das Wochenende wie im Flug vergangen ist. Alle verabschiedeten sich voneinander und jeder fuhr nach Hause. Aber hey, nicht verzweifeln, denn auch nächstes Jahr wird wieder eine, hoffentlich genauso tolle und erfolgreiche, Tour stattfinden und wir hoffen, dass wieder zahlreiche Teilnehmer erscheinen die allesamt ein Ziel haben: Ein gemeinsames Wochenende voller Spaß, Action und Sport ( in dem Fall Fahrradfahren).
Autor: Kraft
Bilder: Kraft