|
Am 11. Januar hat die Tanzgruppe der Sparte „ Fit plus 60 „ unter der Leitung von Ottilie Jungbauer mit dem Übungsprogramm dieses Jahres begonnen. Die 30 Tänzerinnen und Tänzer wissen, dass das Rhythmusgefühl alleine nicht ausreicht, um in der ESV – Turnhalle eine gute Figur zu machen. ![]() So konnte die Übungsleiterin wieder einen langsamen aber stetigen Zuwachs an Teilnehmern feststellen. Der Tanz gehört in besonderer Weise zum Reichtum unseres Lebens. Doch was ist gemeint, wenn wir vom Tanz sprechen ? Folgen wir den Tanzschulen der bisher gültigen Einteilung in klassische, folkloristische und moderne Tänze ? Aber gehören nicht auch die Tänze aus unseren Veranstaltungen dazu, nicht zuletzt die Tänze der Faschingstage ? ![]() Fragen wir also bei allen Schwierigkeiten nach dem Wesen des Tanzes oder : versuchen wir uns diesem Wesen zu nähern ! Der Tanz ist (sicher primär) Ausdruck der Freude. Alles, was die Musik geheimnisvolles in sich birgt, kann der Tanz zum Vorschein bringen. Der Tanz Ist die Poesie der Arme und Beine. Immer ist der Tanz gesteigertes Leben. Ein bekannter Psychotherapeut schrieb vor kurzem unter der Überschrift : „Erheben wir die Seele !“ :“ Als Menschen brauchen wir Größeres, als wir selber sind, um nicht krank, hoffnungslos, ängstlich und apathisch zu werden…“ . Solch gesteigertes Leben zeigt sich in der Freude des Tanzenden. Es zeigt sich aber auch in der Begegnung der Tanzenden, die ein Stück Einheit miteinander zu gestalten suchen. ![]() Augustinus, der bedeutende Kirchenvater, hat seine Gemeinde in großem Ernst gesagt: „Lernt tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit euch anzufangen“. Mit wurde gesagt, unsere Zeit sei „verkopft“, und daher seien solche Zeilen unzeitgemäß, denn es sei die „Sprache des Herzens“. Aber ich glaube, dass – wie Exupery gesagt hat - wir nur (noch) mit dem Herzen gut sehen, hören und begreifen können. Erich Seidl |
|
|---|



