Bei der Festlegung unseres Sommer-Eltern-Kind-Wanderwochenendes hatten wir wieder einmal ein glückliches Händchen: Die Temperaturen waren gemäßigt und Regen blieb tagsüber weitestgehend aus, so dass wir vom 14.08.19 bis 18.08.19 ein traumhaftes, spannendes und entspanntes, verlängertes Wander-Wochenende auf unserer Hütte in Spitzingsee verbracht haben.

Insgesamt trafen sich 10 Familien auf der Hütte, was im Sommer einer Vollbelegung der Hütte entspricht. Eine kurzfristige, leider krankheitsbedingte Absage langjähriger MuKi-Teilnehmer konnten wir kompensieren und eine weitere Familie mitnehmen, so dass wir knapp 40 Personen waren. Besonders freute uns, dass endlich wieder mehr Teilnehmer der eigentlichen Eltern-Kind-Zielgruppe der 3 – 6-Jährigen dabei waren. Für drei Familien war es gar das erste Sommer-Eltern-Kind-Event. Die Kinder waren trotz des großen Altersunterschiedes von über 10 Jahren (die jüngsten Kinder waren gerade 3 Jahre, die Älteste bereits fast 13) sofort eine harmonische und homogene Gruppe. „Zur Unterstützung“ bzw. um die eine oder andere Tour abzukürzen hatten wir dieses Jahr wieder den Vereinsbus als Shuttle mit dabei – was sich als wirklich komfortabel herausstellen sollte.

  1. Tag: Mittwoch, 14.08.19:

Eine Wanderung hatten wir für diesen Tag noch nicht geplant; wir trafen uns daher alle erst am späten Nachmittag auf der Hütte. Nach schnellem Bettenbeziehen und Einrichten erkundeten die Kinder sofort die Hütte und das Gelände und fühlten sich schnell heimisch.

  1. Tag: Donnerstag, 15.08.19:

Der Tag begrüßte uns bewölkt, denn die Sonne ließ sich zunächst nicht blicken. Die „großen Wanderer“ starteten pünktlich und bestens gelaunt bereits um 9.45 Uhr an der Hütte mit einem Morgenspaziergang um den Spitzingsee zum Treffpunkt am Spitzingsattel. Für die Kleineren gab es – um die Tour etwas abzukürzen – den Vereinsbus-Shuttle zum Spitzingsattel. Pünktlich um 10.30 Uhr ging es dort dann los den Berg hinauf Richtung Schönfeldalmen. Zunächst wanderten wir durch den Wald. Der Weg war vom Regen der Tage zuvor matschig und daher stellenweise sehr rutschig. Aber das machte den Kindern weniger aus als den Erwachsenen. Nachdem wir den Wald später hinter uns gelassen hatten und auch die Sonne sich ein wenig zeigte, ergab sich eine herrliche Sicht auf den Ort und den Spitzingsee mit den dahinterliegenden Bergen. Die Sicht was so klar, dass wir sogar in der Ferne den Tuxer-Gletscher erkennen konnten. Nach einem weiteren kurzen Fußmarsch erreichten wir die Schönfeldalmen. Im Garten der Schönfeldhütte machten wir ausgiebig Brotzeit. Einige genossen ein Bier oder leckeren Kaiserschmarrn, bevor uns ein Regenschauer zum Aufbruch trieb. Der Regen begleitete uns noch ein ganzes Stück. Kurz vor Spitzingsee jedoch riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam zumindest wieder ein bisschen zum Vorschein, so dass der eine oder andere sich noch ein Eis am See gönnte.

Kaum auf der Hütte angekommen, fingen alle Kinder sofort an zu basteln: Dieses Jahr wurden die im Laufe des Tages gesammelten Steine mit Wachsmalkreiden bemalt bzw. das Wachs auf den erhitzen Steinen geschmolzen. Auch zahlreiche Papierflieger sowie Origami Tiere wurden gefaltet. Später kickten die Jungs im Trimmraum. Abends wurde gegrillt und der Abend klang aus.

  1. Tag: Freitag, 16.08.19:

Am nächsten Tag hatten wir uns für das Almbad Huberspitz als Ziel entschieden. Vom Parkplatz am Volksfestplatz in Hausham ging es die Schlierach entlang flussaufwärts bis ein zunächst recht breiter Fahrweg abzweigte, der bald schmaler und auch steiler wurde. Auf dem schmalen Wanderweg ging es in einigen Serpentinen hinauf zur Huberspitz mit seinem Gasthaus. Am Berggasthaus genossen wir den schönen Blick hinunter zum Schliersee. Zunächst hatten wir geplant, hier einzukehren und bereits von hier aus über einen Rundweg zurück zum Parkplatz zu gehen. Da aber selbst die Kleinen noch über ausreichend Energie verfügten und das Almbad Huberspitz an diesem Tag wegen einer Hochzeit wenig zuvorkommend zu Wanderern war, verlängerten wir die Tour kurz entschlossen zu den Gindelalmen. Für den Weiterweg folgten wir dem breiten Fahrweg in sanfter Steigung bergauf. Nach etwa zehn Minuten gelangten wir zu einer Mehrfachkreuzung mit einem Bushäuschen. Vom hölzernen Unterstand folgten wir dem Forstweg durch den dichten Bergwald. Eine gute halbe Stunde später passierten wir im Wald ein paar kleine Holzhütten. Kurz darauf verließen wir den Bergwald und sahen vor uns das Gipfelkreuz der Gindelalmschneid. Doch bis dorthin schafften es die kleinen, fleißigen Beine nun wirklich nicht mehr. Wir spazierten daher „nur“ mehr zu den unter uns liegen die Hütten der Gindelalm.

Zurück ging es über den teilweise asphaltierten Forstweg hinunter nach Hausham. Am Ortseingang von Hausham erwartete uns bereits der Vereinsbus und „shuttlete“ uns zurück zum Ausgangspunkt – dem Volksfestplatz.

Zurück auf der der Hütte bastelten (diesmal wurden Gläser zu Teelichtern mit Mosaiksteinen kunstvoll umgestaltet), kickten und spielten die Kinder wieder, während die Erwachsenen sich auf der Terrasse erholten. Später am Abend wurde erneut gegrillt und als die Kinder im Bett waren, ließen die Erwachsenen den Abend wieder gemütlich ausklingen.

  1. Tag: Samstag, 17.08.19:

Heute hatten wir die größte Tour geplant. Das Wetter war vielversprechend: die Temperaturen etwas höher und die Sonne schien. Ziel war der für alle noch unbekannte Soinsee.

Den Vereinsbus und einige andere größere Autos hatten wir bereits am Morgen in Geitau/Bayrischzell geparkt. Los ging es wieder mit einem Spaziergang am See entlang zur Talstation der Taubensteinbahn. Die Bahn brachte uns ohne große Anstrengung und Schweißvergießen die vielen Höhenmeter nach oben zur Bergstation. Oben bot uns eine tolle Sicht: Vom Wendelstein angefangen, auf die Chiemgauer Alpen, den Tuxer Gletscher, das Karwendel und vieles mehr. Sogar die Zugspitze war klar zu erkennen. Von der Bergstation der Taubensteinbahn ging es auf felsigem Untergrund Richtung Taubenstein. Den Gipfel ließen wir aus und wanderten hinunter zu den Kleintiefentalalmen. Von dort ging es am Fuße des Hochmiesing entlang sanft ansteigend, durch eine Kuhweide hinauf bis zu einem Sattel. Auf dem Weg dorthin sahen wir zahlreiche Murmeltiere. Ein echtes Highlight. Nach steilem Aufstieg zum Miesingsattel ging es bergab an den Großtiefentalalmen vorbei hinunter zum Soinsee. Dort machten wir ausgiebig Rast. Die furchtlosen Kinder badeten ihre Füße im See, ein ganz Unerschrockener suchte sogar das Bad im eiskalten See. Nach der Pause ging es zunächst sehr steil, später etwas gemäßigter auf der Forststraße hinunter nach Geitau. Dort angekommen brachten uns Vereinsbus und Autos sicher zurück auf die Hütte.

Dort wiederholte sich das Programm der Vorabende: für die Kinder hieß das: basteln, kicken und spielen, für die Erwachsenen zunächst: Erholung auf der Terrasse. Am Abend wurde dann auch wieder gegrillt. Der einzige Unterschied war, dass wir diesen letzten Abend erstmalig draußen auf der Terrasse ausklingen lassen konnten.

  1. Tag: Sonntag, 18.08.19:

Dieser letzte Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen.  Nach der obligatorische Hütten-Putzaktion, die natürlich wie gewohnt reibungslos klappte, und der Abrechnung trennten sich unsere Wege. Einige verbrachten den Tag noch in Spitzingsee, während andere sich schnell auf den nach Haus weg machten, da bereits für den Folgetag der Aufbruch in den Urlaub anstand. Wie immer: Herzlichen Dank allen Teilnehmern, dass ihr die Hütte so ordentlich hinterlassen habt!

Zusammenfassend war das Wochenende wieder rundum gelungen und sehr erholsam. Wir waren eine wirklich harmonische Gruppe, haben viel gelacht und hatten jederzeit sehr viel Spaß. Unfälle und Verletzungen blieben glücklicherweise auch dieses Jahr wieder aus! Und – auch das wollen wir nicht für uns behalten – wir haben dieses Jahr ein kleines Jubiläum gefeiert: Es war unser 10. Sommer-Event! Trotzdem haben wir es wieder geschafft andere und eine für alle Teilnehmer unbekannte Tour (zum Soinsee) auszuwählen. Das freut uns sehr!

Wie es nächstes Jahr weitergeht, bleibt abzuwarten. Zunächst sehen wir aber mit großen Schritten unseren Winter-Eltern-Kind-Wochen entgegen!

Eure Eltern-Kind-Organisatoren Tine und Christian Wingarde